Teil 2: Vom Wiederaufbau bis 1983

 1945

Nachdem Hermann Hülser zum Polizei- und Feuerwehrchef ernannt worden ist, erstellt er zum 1. Juli für die alliierte Militärregierung einen Bericht über die Stärke der Viersener Feuerwehr. Demnach sind die vier Löschzüge noch 80 Mann stark. Ein LF 15, eine TS 8, 2600 m Schlauch und 180 Uniformen sind vernichtet oder abhanden gekommen. Zwei LF 8 mußten nach Krefeld zur Berufsfeuerwehr abgeliefert werden. Beide Fahrzeuge kommen bis Anfang November stark beschädigt und unvollständig bestückt zurück nach Viersen.
Am 18. September überträgt ein Befehl des Kommandos der Militärpolizei das Krankentransportwesen auf die Feuerwehr. Die Aufgaben des Rettungsdienstes übernimmt die Freiwillige Feuerwehr Viersen bis heute.

1946
Am 19. Februar wird Hermann Hülser vom Viersener Stadtrat zum Oberbürgermeister der Stadt Viersen gewählt, nachdem bereits am 3. Januar der bisherige Oberbürgermeister Dr. Carl Schaub zum 1. Oberstadtdirektor gewählt worden ist. Den Posten als Polizeichef hatte Hermann Hülser bereits zum 1. Dezember 1945 aufgegeben.
Damit das Feuerlöschfahrzeug im Bezirk der Löschgruppe bleiben kann, wird am Gerätehaus Brasselstraße von den Kameraden Willi Kaspers und Richard Klüfers das Tor links und rechts verbreitert und das Fahrzeug dort untergestellt.

1947
In der Chronik der 3. Löschgruppe sind für dieses Jahr erste Eintragungen nach dem Krieg verzeichnet. Eine Auflistung von Einsätzen zeigt, daß der 3. Löschzug bei mehreren Feuern eingesetzt wird. Den ganzen August und September über kommt es zu zahlreichen Wald- und Buschbränden, am 21. August müssen die Viersener Wehrmänner bis zum Reichswald bei Kleve ausrücken.

1948
Der Regierungspräsident in Düsseldorf meldet der Militärregierung am 18. Februar die Personalstärken der Feuerwehren. Für Viersen sind dies 110 freiwillige Kräfte und 6 Berufsfeuerwehrmänner. Andere Quellen sprechen von 4 Feuerwehrbediensteten: drei Krankenwagenfahrer und ein Gerätewart.
Am 20. Juni setzt die Währungsreform den Kassenbestand des Löschzuges Hoser auf Null.
Am 27. Februar brennt die Scheune des Hennes-Hofs an der Feldstraße (Gutenbergstraße) und am 12. August verursachen starke Regenfälle ein Hochwasser bei Schlömer im Hoser und bei Holtschoppen im Bockert.

1949
Ein knappes Jahr nach der Einführung der Deutschen Mark können die Kameraden erstmals wieder einen Ausflug unternehmen. Über Geilenkirchen geht es nach Ratheim, wo ein Preiskegeln nebst Abendessen und gemütlichem Beisammensein veranstaltet wird.
Im November beträgt die Stärke des 3. Löschzuges 22 Mann.

1950
Zum Brand von tausenden Tonnen Stroh auf dem Gelände der Firma Papier und Pappe AG in Süchteln werden am 16. März neben den Freiwilligen Feuerwehren aus dem gesamten Kreis Kempen-Krefeld und der Stadt Viersen auch die Berufsfeuerwehren Krefeld und Düsseldorf sowie die Werkfeuerwehr Henkel alarmiert.
Am 18. November findet in der Kaisermühle der Kameradschaftsabend der Gesamtwehr statt. Laut unserer Chronik ehrt Hermann Hülser in seiner Funktion als Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes die Kameraden Sartingen und Holtschoppen für fünfzigjährige Mitgliedschaft in der Wehr.
Am 26. November brennt es in der Brotfabrik Pesch.
Wegen des schlechten Zustandes des Gerätehauses Brasselstraße wird das DAAG-Löschfahrzeug in der Garage des Rathauses untergestellt. Bis 1956 wird es bei Einsätzen zum Hoser gefahren und erst dort mit der Mannschaft besetzt. Dann verkauft die Stadt das Fahrzeug nach Rheydt, weil die Umrüstung von Vollgummi- auf Luftbereitung zu teuer erscheint.

1951
Am 1. und 2. September feiert die Freiwillige Feuerwehr Viersen ihr achtzigjähriges Bestehen. Beim Festabend in der Festhalle werden die Kameraden Albert Wirtz für vierzigjährige und Heinrich Spelters für fünfundzwanzigjährige Mitgliedschaft im 3. Löschzug geehrt.

1952
Bereits im zweiten Jahr berichtet die Chronik nicht über Einsätze des 3. Löschzuges. Eine Abordnung fährt zu den Jubiläen der Feuerwehren in Woof und Günhoven, am 15. Mai beteiligen sich die Kameraden an der Einweihung des neuen Helenabrunner Gerätehauses.

1953
Für einen Kegelabend am 7. März muß jeder Kamerad einen Preis im Wert von 50 Pf. stiften, der Abend "nimmt einen schönen Verlauf."

1954
Das Gerätehaus an der Brasselstraße wird durch die Wehrmänner in Eigenleistung in Ordnung gebracht.

1955
Am 15. Mai wird das neue Feuerwehrdepot an der Rektoratstraße eingeweiht.
Bei einem Ausflug am 22. Mai ins Ahrtal überreichen die Frauen der Wehrmänner diesen eine Tischstandarte mit einer kurzen Ansprache. Diese Standarte ist auch heute noch in unserem Besitz.

1956
Auf dem Kameradschaftsabend der Gesamtwehr im Haus Markett am 14. Januar wird erstmals das vom Landtag neu gestiftete Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25- und 40-jährige Mitgliedschaft verliehen. Stadtbrandmeister Hermann Hülser überreicht es an folgende Kameraden des 3. Löschzuges:
für 40-jährige Mitgliedschaft:
Mathias Sartingen
H. Holtschoppen
Albert Wirtz
für 25-jährige Mitgliedschaft:
Peter Spelters
Heinrich Plum
Friedrich Esser
Heinrich Spelters
Nikolas Pauwels
Joh. Spelters
Auf einem weiteren Kameradschaftsabend im Saal der Gaststätte Schönen wird die neue Fahne der Freiwilligen Feuerwehr Viersen übergeben. (Die Gaststätte Schönen befand sich Gladbacher Straße / Ummerstraße. Der Saal, der direkt an das Helenabrunner Gerätehaus anschloß, wurde zwischenzeitlich abgerissen, in den Räumen der Gaststätte befindet sich heute eine Pizzeria.)

1957
Die Generalversammlung am Beginn des neuen Jahres beschließt, in diesem Jahr keinen Ausflug zu veranstalten, um im folgenden Jahr einen entsprechenden Betrag für einen größeren Ausflug zur Verfügung zu haben.
Am 25. Oktober erhält der 3. Löschzug ein Löschgruppenfahrzeug LF 15. Das Fahrzeug stammt aus dem Jahre 1943 und wurde vom 1. Löschzug übernommen, der ein neues Tanklöschfahrzeug erhalten hatte. Das Fahrzeug wird in das Gerätehaus Brasselstraße gestellt. Weil es aber zu lang ist, wird die Rückwand des Gerätehauses auf einen halben Stein dünner gemacht. Zusätzlich muß die Schlauchhaspel vom Heck abgehängt werden und neben das Auto gestellt werden. Der Platz ist immer noch so eng, daß der Maschinist, um in das Gerätehaus zu gelangen, über die vorderen Kotflügel des LF 15 klettern muß.
An den Feierlichkeiten zum neunzigjährigen Bestehen der Gesamtwehr nehmen selbstverständlich auch die Kameraden des 3. Löschzuges teil. Nach einem Marsch vom Feuerwehrdepot zum Kriegerdenkmal an der Bahnhofstraße und der dortigen Gefal-lenenehrung findet in der Turnhalle des Viersener Turnvereins an der Gereonstraße ein Festabend statt.

1958
Der schon im Vorjahr beschlossene größere Ausflug führt über Krefeld, Uerdingen und Orsoy nach Xanten, von dort weiter über Kleve und Weetze zurück in die Heimat. Ein Preiskegeln beschließt den Abend.
In der Lederfabrik Biertz im Rahser (heutiges Gelände der Firma Möbel Klinkhammels) hat der 3. Löschzug den einzigen für dieses Jahr verzeichneten Einsatz.

1959
Am 14. Mai ist Oberbrandmeister Mathias Sartingen sechzig Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Viersen, er ist das einzige noch aktive Gründungsmitglied des 3. Löschzuges. Zwei Tage später vollendet er das achtzigste Lebensjahr. Am 21. Juni übergibt er das Amt des Löschzugführers an seinen langjährigen Vertreter Johann Spelters, der Jubilar wird zum Ehrenoberbrandmeister ernannt und mit einer Schauübung an den Trümmern der Garn-Bleicherei geehrt. (Die Garn-Bleicherei gehörte ehemals zur Aktienspinnerei (heutiges Helio-Folien Gebäude) und lag auf dem Gelände der heutigen Sporthalle an der Weiherstraße. Sie wurde im 2. Weltkrieg durch einen abstürzenden alliierten Bomber größtenteils zerstört.) An der Übung nehmen alle vier Löschzüge der Stadt, Stadtbrandmeister Hermann Hülser und Oberstadtdirektor van Kaldenkerken teil. Der erste Löschzug setzt die 1958 zum Preis von 80.000,- DM angeschaffte neue Drehleiter DL 25 ein.

1960
Für die Fastnachtstage wird eine besondere Wache aufgestellt, die in den überfüllten Sälen die Aufgaben der Brandsicherheitswache wahrnimmt.
Am 24. April stirbt Mathias Sartingen im Alter von 81 Jahren.
Wie schon seit geraumer Zeit wird der Maiausflug mit einer Übung verbunden. Mit dem Löschfahrzeug und Privatautos fährt man zum Vennerweg in der Nähe von Rasseln. Dort wird eine Waldbrandübung und eine Leiterübung an einem Brunnenschacht abgehalten. Es schließt sich ein gemütliches Beisammensein bei einer Flasche Bier und einem Schinkenbrot an.
Auf der Jahreshauptversammlung im Lokale Eishäuer auf der Gr. Buchstraße am 22. Mai wird der Löschzugführer Johann Spelters zum Oberbrandmeister befördert.
Am 22. Oktober feiert der 3. Löschzug sein sechzigjähriges Jubiläum mit einem Kameradschaftsabend für die Gesamtwehr im Haus Markett. Johann Spelters wird dabei für 40-Jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

1961
Bei einem Schnelligkeitswettbewerb aller vier Löschzüge der Stadt Viersen auf dem Löhplatz (auf dem Gelände steht heute das Kaufhaus Rupprecht) belegt der 3. Löschzug Hoser den dritten Platz hinter den Löschzügen Rahser und Helenabrunn. Die Mannschaft erhält hierfür einen Geldpreis in Höhe von 20,- DM.

1962
Am 6. Januar findet die Jahreshauptversammlung des 3. Löschzuges in der Gaststätte Schlömer statt. Nachdem diese Gaststätte sechzig Jahre ununterbrochen Vereinslokal war, stimmen die Kameraden beim Punkt Lokalwahl mit nur einer Stimme Mehrheit für die Gaststätte Haus Markett. Gegen Ende der Veranstaltung überrascht Löschzugführer Johann Spelters die Kameraden mit einer weiteren Veränderung: Er tritt im Alter von 65 Jahren von seinem Posten als Zugführer zurück und setzt Rudolf Klöppels als seinen kom. Nachfolger ein.
Nachdem Rudolf Klöppels Ende Mai an dem erforderlichen Brandmeister-Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Münster teilgenommen hat, befördert ihn Stadtbrandmeister Hermann Hülser am 22. September auf dem Kameradschaftsabend des fünfzigjährigen Jubiläums des Löschzuges Helenabrunn zum Brandmeister und ernennt ihn zum Löschzugführer des 3. Löschzuges.
Im November werden die St. Martinszüge in den drei Sektionen begleitet. Beim abschließenden Feuer im Bockert auf dem ehemaligen Schulhof an der Hardter Straße (heutiger Spiel- und Bolzplatz) muß das Löschfahrzeug eingesetzt werden, weil die Funken des übertrieben großen Feuers auf die Bauernhöfe von Holtschoppen zufliegen.
Am 19. September legt der stellvertretende Stadtbrandmeister Hubert Terkatz sein Amt nieder, Nachfolger wird Walter Woters. Dessen Nachfolger als hauptamtlicher Gerätewart wird Josef Michels vom 3. Löschzug Hoser.

1963
Am 3. März übergibt Hermann Hülser die Führung der Feuerwehr Viersen auf der Jahreshauptversammlung der Gesamtwehr an Walter Woters, der bereits seit September 1962 Stellvertreter des Stadtbrandmeisters war.
Hermann Hülser wird am 7. Juli mit Vollendung seines 75. Lebensjahres nach 33jähriger Tätigkeit in leitenden Stellungen in der Freiwilligen Feuerwehr Viersen aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Bei einer Gesamtübung der Wehr auf dem alten Feuerwehrplatz (jetzt Parkplatz vor der Totenhalle) am Hoserkirchweg verabschiedet er sich von jedem Kameraden per Handschlag. In einer anschließenden kleinen Feierstunde im Lokal Eisheuer wird er nach Vorschlag des Feuerwehrausschusses und auf Beschluß des Rates der Stadt Viersen zum Ehrenbrandmeister ernannt.
Bestrebungen seitens der Stadt und der Bezirksregierung, den Löschzug Hoser aufzulösen und mit dem Löschzug Stadtmitte zu vereinen, kann der Stadtbrandmeister Walter Woters erfolgreich abwehren. Im Gegenteil - es gelingt ihm, die Stadt von der Notwendigkeit eines neuen Gerätehauses im Hoser zu überzeugen.
Der Löschzug Hoser zählt Ende des Jahres 20 aktive Mitglieder. Sie haben im Laufe des Jahres vier Einsätze zu verzeichnen.

1964
Am 26. April wählt die Generalversammlung der Wehr Walter Woters einstimmig zum neuen Stadtbrandmeister. Um den Posten des Stellvertreters gibt es einige Diskussionen. Von Seiten der Wehrführung wird Paul Weynans vorgeschlagen, die Versammlung macht Gegenvorschläge in Person von Toni Schillers aus dem 1. Löschzug und Rudolf Klöppels vom Löschzug Hoser. Nach einer internen Besprechung zwischen den Kandidaten und Bezirksbrandmeister Plümpe einigt man sich schließlich auf Paul Weynans.
Zu einer groß angelegten Gesamtübung trifft sich die Viersener Wehr am 20. Juni auf dem Gelände der Feldmühle AG an der Gladbacher Straße. Während der Übung wird ein Film aufgenommen, der auch heute noch im Besitz des 3. Löschzuges ist.
Am 22. Juni brennen auf einer Müllkippe an der Bebericher Straße die Gummiblöcke mehrerer hundert Panzerketten. Der Rauchpilz ist weithin sichtbar und lockt zahlreiche Schaulustige an. Die Rußflocken fliegen bis zur Großheide nach Mönchengladbach..

1965
Auf der Jahreshauptversammlung am 9. Januar beschließt man eine Ergänzung der Statuten. In Zukunft soll in jedem Gründungsmonat Mai in Verbindung mit dem Maiausflug eine Messe für die lebenden und verstorbenen Kameraden des 3. Löschzuges gelesen werden.
Stadtbrandmeister Walter Woters schlägt vor, den diesjährigen Maiausflug mit dem 4. Löschzug durchzuführen. Zweck des gemeinsamen Maiausfluges ist es, die Befahrbarkeit der Feld- und Waldwege in den beiden Bezirken zu testen. Der Vorschlag stößt nicht auf Begeisterung, und so beschließt man, am 2. Mai einen inoffiziellen Maiausflug mit dem 4. Löschzug zu unternehmen. Am 2. Sonntag im Mai soll dann der offizielle Ausflug als Fahrt ins Blaue stattfinden. Die Verpflegung hierzu wird wie jedes Jahr von einigen Kameraden gestiftet. Am Schluß der Auflistung der edlen Spender für Brot, Schinken und Bier vermerkt der Chronist: "Den Senf gab wie immer der Oberbrandmeister (dazu)."
Während einer Theatervorstellung fängt am 1. April der Vorhang der Festhallenbühne Feuer. Die anwesende Feuersicherheitswache, gestellt vom 3. Löschzug, kann eine Ausdehnung des Brandes verhindern.
Im Oktober zeigt eine Übung an den Noverhöfen, daß auf den 1941 errichteten Feuerlöschteich verzichtet werden kann. Er wird daraufhin von der Stadt entfernt, auch weil seine Instandsetzung sehr teuer geworden wäre.
Im Auftrage der Stadt soll die Feuerwehr am 14. Oktober die Nenschmühle in Oberbeberich abbrennen. Trotz mancher Bemühungen will die alte Mühle aber nicht richtig brennen. Daß die Feuerwehr besser löschen als brandstiften kann, zeigt sie nur Stunden später, als auf dem Hof von Franz Reuter an der Hardter Straße 26 eine Feldscheune brennt.
Am 18. Oktober holt Josef Michels das neue Fahrzeug des 3. Löschzuges, ein LF 16 mit Metz-Aufbau auf Daimler-Benz Fahrgestell, im Werk ab. Das bisherige alte Feuerlöschfahrzeug LF 15 wird an die Hauptfeuerwache Rektoratstraße zurückgegeben und dort bis zu seiner Verschrottung 1971 als provisorisches Ölalarmfahrzeug eingesetzt.

1966
Nach langen Planungen und Vorbereitungen wird das neue Gerätehaus am Lützenberg am 13. Mai offiziell von der Stadt an den 3. Löschzug übergeben. Die Feierlichkeiten dauern über vier Tage, neben Schauübungen gibt es auch einen Feuerwehrball, zu dem alle Bürger der Sektion Hoser, Bockert und Oberbeberich eingeladen sind.
Die St.-Martinszüge erhalten Zuwachs: Erstmals findet an der neu bebauten Berliner Höhe ein Umzug statt.

1967
Erstmals beteiligt sich der 3. Löschzug am Karnevalsumzug in der Stadt. Auf dem Hof des Kameraden Heinz Böken wird ein Wagen unter dem Motto "Wöhr Spöttemän von Hoser, Bockert und Beberich" hergerichtet. Ein Trommler-Corps in alten Feuerwehruniformen verschönert das Ganze, beim Tulpensonntagszug am 5. Februar erntet die Mannschaft in der Stadt viel Beifall.
Am 23. und 24. September feiert die Freiwillige Feuerwehr Viersen das einhundertjährige Jubiläum. An den zahlreichen Veranstaltungen beteiligt sich der 3. Löschzug u.a. mit einer Wasserwand aus neun Rohren. Auch die Berufsfeuerwehr Essen ist mit einer Abordnung zu Gast. Den Besuch der Essener Wehr erwidern die Viersener am 12. Oktober, eine Abordnung des 3. Löschzuges fährt mit dem neuen LF 16 in die Ruhrgebiets-Metropole.

1968
Auf Initiative von Stadtbrandmeister Walter Woters wird in Viersen der neben der Freiwilligen Feuerwehr bestehende ZS-Brandschutzdienst in die Feuerwehr integriert. Ab sofort wird abwechselnd eine Feuerwehrübung und eine ZS-Übung absolviert. Die 10 Brandschutzfahrzeuge ( 4 TLF 8, 3 LF 16, 1 TLF 16, 1 SW 2000 und ein Komandowagen) stehen jetzt auch für den örtlichen Brandschutz zur Verfügung und werden in einer vom Land angemieteten Halle bei den Kapokwerken an der Gladbacher Straße untergestellt.
Ein Fußballspiel zwischen dem 3. und dem 4. Löschzug im Rahmen eines gemeinsamen Maiausfluges endet mit einer Niederlage für den Hoser Löschzug.
Am 31. Mai wird bei Ausschachtungsarbeiten auf der Hauptstraße eine 5-Zentner-Bombe gefunden. Während der Entschärfung durch den Kampfmittelräumdienst stehen alle vier Viersener Löschzüge in Alarmbereitschaft, brauchen aber Dank der fachkundigen Arbeit der Feuerwerker nicht aktiv zu werden.
Bei einer Übung mit dem vom Zivilschutz übernommenen Schlauchkraftwagen wird eine 1260 m lange B-Leitung vom Brunnen vor dem Hof des Kameraden Böken an der Weiherstraße (heute Bockerter Straße 71) bis zu den vier Höfen verlegt. Nach nur 15 Minuten beträgt die Förderleistung etwa 1200 ltr./Min.

1969
Zur Alarmierung des 3. Löschzuges stehen drei Sirenen bereit: auf dem Verwaltungsgebäude Kaiser`s Kaffee Geschäft am Lichtenberg, auf der Gaststätte Michels, Hardter Straße 246 und bei Böken, Weiherstraße 50 (ab 1970 Bockerter Straße 71).
Wegen der zahlreichen Versammlungen und Veranstaltungen, die im Vorfeld der kommunalen Neugliederung zum 1. Januar 1970 erforderlich sind, findet die Weihnachtsfeier des 3. Löschzuges erst am 27. Dezember statt.

1970
Am 1. Januar wird aus den Städten Viersen, Dülken und Süchteln sowie der Gemeinde Boisheim die "neue" Stadt Viersen. Auch die zuvor vier selbständigen Wehren schließen sich zur Freiwilligen Feuerwehr Viersen zusammen. Aus den Löschzügen Stadtmitte, Rahser, Hoser und Helenabrunn werden vier Löschgruppen, die gemeinsam den Löschzug Viersen bilden. Nachdem Walter Woters auch Stadtbrandmeister der neuen Stadt Viersen wird, übernimmt Paul Weynans die Führung des Löschzuges Viersen, sein Stellvertreter wird Toni Schillers von der Löschgruppe Stadtmitte. Rudolf Klöppels bleibt Löschgruppenführer im Hoser.
Beim Maiausflug bestehen einige neue Kameraden erstmals den berüchtigten Pilotenschein der 3. Löschgruppe.
Den ersten größeren Einsatz der neuen Feuerwehr Viersen kündigen am frühen Morgen des 8. August dunkle Wolken an. Sintflutartige Regenfälle setzen in kürzester Zeit ganze Straßenzüge unter Wasser, selbst ältere Einwohner können sich nicht an ein derartiges Unwetter erinnern. Die Männer der vier Viersener Löschzüge erhalten Unterstützung aus Kempen, Nettetal und Schwalmtal sowie von der brit. Depot-Feuerwehr. Erst am späten Abend können die Einsatzkräfte abrücken.
Auf der ersten Generalversammlung der neuen Feuerwehr Viersen am 10. Oktober im Saal Haus Markett wird der kommissarische Vorstand der neuen Feuerwehr Viersen von den Feuerwehrkameraden bestätigt und der Löschgruppenführer Rudolf Klöppels zum Hauptbrandmeister befördert.
Auf der Weihnachtsfeier am 19. Dezember überreichen die Frauen der Wehrmänner eine neue Tischstandarte.

1971
Am 23. April wird der ehemalige Löschzugführer Johann Spelters unter großer Anteilnahme der Feuerwehr zu Grabe getragen.
Das alte Feuerwehrgerätehaus an der Brasselstraße wird von der Stadt Viersen abgerissen.
Gegen Ende des Maiausfluges wird, neben vielen anderen Einheiten des Kreises, auch die 3. Löschgruppe zu einem Waldbrand nach Kaldenkirchen alarmiert. Zum Glück erweist sich das vermeintliche Feuer als blinder Alarm.
Zu mehreren richtigen Bränden wird die 3. Löschgruppe über Sirene alarmiert, so am 13. August in der Feldmühle und am 14. November im Viersener Güterbahnhof.

1972
Am 1. Januar sind 27 Feuerwehrmänner aktives Mitglied des Löschzuges Hoser.
Beim Schützenfest der St.-Peter-und-Paul-Bruderschaft im Bockert heißt der König Walter Woters. Eine Abordnung des 3. Löschzuges nimmt an Parade und Festumzug teil.
Ein Fußballspiel gegen die Kameraden der Löschgruppe Stadtmitte können die Hoser Wehrmänner mit 6:2 für sich entscheiden.
Am 4. November vernichtet ein Großbrand die Produktionshallen der Weberei Beckers & Hüskes im Rahser. Der Betrieb nimmt nach dem Feuer die Arbeit nicht wieder auf.

1973
Am 29. August brennen die Stallungen der Reithalle auf der Schirick. Alle vier Löschzüge der Stadt Viersen sind im Einsatz. Noch während der Nachlöscharbeiten, am 30. August gegen 4:00 Uhr, wird ein Feuer auf den Schündelnhöfen, ebenfalls in Dülken, gemeldet. Erneut wird die Gesamtwehr eingesetzt, den inzwischen erschöpften Kräften kommen die Kameraden des Löschzuges Lobberich zur Hilfe.
Die Auslösung der Sirenen wird nach und nach auf Funksteuerung umgerüstet, weil die Miete für die Postleitungen zu teuer ist.

1974
Am 1. Januar hat die 3. Löschgruppe 25 aktive Kameraden und 7 Mitglieder in der Ehrenabteilung.
Der Löschgruppenführer Rudolf Klöppels tritt auf der Jahreshauptversammlung der Gruppe am 6. Januar aus persönlichen Gründen aus der 3. Löschgruppe aus. Franz Benden von der Löschgruppe Rahser wird vom Wehrführer am 27. Februar zum neuen Löschgruppenführer im Hoser ernannt und zum Oberbrandmeister befördert.
Am 8. und 9. Juni feiert die Löschgruppe Hoser im Saal des Haus Markett ihr 75jähriges Bestehen. Einem Festbankett am Samstag Abend folgen am Sonntag Hochamt, Kranzniederlegung und Frühschoppen. Der Einladung zum Tanz am Sonntagabend folgt die Bevölkerung kaum, so daß die Feuerwehrleute den Abend unter sich verbringen. Im Verlauf der Festveranstaltungen wird Rudolf Klöppels für seine zehnjährige Tätigkeit als Löschgruppenführer geehrt.
Der Besitzer von Haus Markett, Dirk von Biysteren, wird im Rahmen der Feierlichkeiten zum Ehrenbrandmeister der Löschgruppe Hoser ernannt.
Im Festheft, das zu diesem Jubiläum herausgegeben wird, findet eine Familie besondere Erwähnung: die "4 Spelters". Es heißt " ... in dieser Familie ist der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr zur Tradition geworden. Vater Heinrich und seine Söhne Johann, Peter und Heinrich haben den Geist der Jubiläumswehr entscheidend mitgeprägt. Diese vier Feuerwehr-Begeisterten sind Vorbild für den neuen Löschgruppenführer Franz Benden und seine Kameraden der Hoser Wehr."
Die neue Autobahn Mönchengladbach-Venlo wird am 3. September in Betrieb genommen.
Das Notarztwagensystem startet in Viersen am 12. September. Wegen der Eingliederung Niederkrüchtens in den Kreis Kempen-Krefeld fahren die Viersener Kranken- und Rettungswagen und sogar der Notarztwagen anfangs bis zur deutsch / nieder-ländischen Grenze in Elmpt.

1975
Am 29. Januar wird Kurt Stelten Löschzugführer des Löschzuges Alt-Viersen. Er tritt die Nachfolge von Paul Weynans an, der in die Ehrenabteilung versetzt wird. Stellvertreter von Kurt Stelten wird Rudolf Klöppels.
Wie bereits im Vorjahr sind auch für dieses Jahr in der Chronik keine Einsätze vermerkt.
Am 25. November und am 11. Mai 1976 wird die Freiwillige Feuerwehr Viersen durch die Bezirksregierung Düsseldorf überprüft. Es wird eine Aufstockung des hauptamtlichen Personals von 44 auf 78 Mann gefordert.

1976
Am 10. April besucht die 3. Löschgruppe die Flughafenfeuerwehr Düsseldorf. Man ist beeindruckt von den Großfahrzeugen und einer Besichtigung des Rollfeldes.
Im Laufe des Jahres kommt es zu zahlreichen Einsätzen, die in der Chronik erwähnt werden. Gleich am 1. Januar brennt auf der Neuwerker Straße eine Scheune in voller Ausdehnung. Da das Gebäude nicht mehr zu retten ist, sichert man die Nebengebäude und läßt die Scheune kontrolliert niederbrennen.
An der Gladbacher Straße brennen am 1. Mai die Stallungen des Landwirtes Jakob Busen nieder.
Zu Waldbränden rückt auch die Hoser Löschgruppe am 18. und 27. Juni nach Niederkrüchten-Elmpt, am 5. Juli nach Amern-Dilkrath und nach Swalmen/Niederlande sowie am 17. August wieder nach Niederkrüchten-Elmpt aus.
Auch wenn bei diesen Einsätzen zum Teil 10 ha Wald ein Raub der Flammen wurden, waren die Einsätze doch klein im Vergleich zu dem, was auf die Feuerwehren ab dem 22. August zukam. An diesem Sonntag erreicht zunächst die Freiwillige Feuerwehr Brüggen gegen 14.30 Uhr die Meldung eines Waldbrandes an der L 373 Brüggen-Swalmen. Als gegen 14.40 Uhr der Kreisbrandmeister über Art und Größe des Feuers in Kenntnis gesetzt wird, läßt er sofort die Wehren Nettetal, Schwalmtal und Viersen alarmieren. Auf der Anfahrt erkennt er dann einen 50-70 m hohen Rauchpilz und läßt über die Wache Viersen alle Wehren des Kreises Viersen zur Einsatzstelle ausrücken. Schon kurz nach seinem Eintreffen an der Unglücksstelle fordert er dann auch Hilfe aus der Stadt Mönchengladbach und den Kreisen Heinsberg und Kleve an. Zusätzlich werden noch Wehren aus den Niederlanden und Fahrzeuge des Flugplatzes Elmpt eingesetzt, später auch die Wasserförderbereitschaft aus Bonn.
Von der Gesamtwehr Viersen leisten 204 Feuerwehrmänner bei diesem Einsatz, der bis zum 30. August dauert, insgesamt 6.029 Stunden Dienst. Allein der Löschzug Viersen bringt es dabei mit 100 Männern auf 3.359 Stunden.
Insgesamt gingen bei diesem Feuer 200 ha Wald verloren, davon 120 ha im Gelände des brit. Munitionsdepots.

1977
Für 25jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhalten Franz Benden, Günter Krause und Josef Michels das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Nordrhein-Westfalen in Silber verliehen.
Um die vom Regierungspräsidenten geforderte Aufstockung des hauptamtlichen Personals zu verzögern und die Mitwirkung der ehrenamtlichen Einheiten zu erhalten, wird ab dem 1. Januar die hauptamtlich besetzte Wache auf der Rektoratstraße nachts und an den Wochenenden durch 5 ehrenamtliche Feuerwehrmänner verstärkt. Hierfür zahlt die Stadt eine Vergütung. Auch die Männer der Löschgruppe Hoser beteiligen sich an diesen Bereitschaften und können so ihre Einsatzerfahrung verbessern, da diese Kräfte zu jedem Feuer im gesamten Stadtgebiet ausrücken.
Im Verlaufe des Jahres wird die Löschgruppe Hoser zu mehreren Einsätzen im ganzen Stadtgebiet alarmiert. Vielen noch in Erinnerung ist der Brand eines Kinderkarussels am 20. Februar auf dem Hermann-Hülser-Platz, der Auftakt war zu einer Reihe von ähnlichen Feuern bei Kirmesgeschäften.
Der erste Kameradschaftsabend der neuen Freiwilligen Feuerwehr Viersen findet am 24. September 1977 in der Reithalle Schirick statt.
Die ZS-Fahrzeuge, seit 1968 in einer Halle an der Gladbacher Straße untergestellt, werden in eine Halle an der Ziegelbahn umgesetzt. Zwei der Fahrzeuge, ein LF 16 und ein TLF 8, stehen der 3. Löschgruppe zur Verfügung.
Am 31. Dezember beträgt die Personalstärke im Hoser 28 aktive Feuerwehrmänner.

1978
Erneut nimmt die 3. Löschgruppe am Karnevalsumzug teil. Als Motto dient diesmal die Fa. Mars, die sich im neuen Industriegebiet Mackenstein in Dülken ansiedeln will. Bei ihren Karnevalsauftritten "firmiert" die 3. Löschgruppe übrigens bis heute noch unter der seit 1970 nicht mehr gültigen Bezeichnung "Löschzug Hoser".
Bei Überschwemmungen im Hoser und in Oberbeberich leistet die Löschgruppe Hoser am 4. Juni Hilfe.
Am 13. September legt Reinhold Tilgner sein Amt als stellvertretender Löschgruppenführer nieder.

1979
Nachdem zu Beginn des Jahres 33 aktive Feuerwehrmänner der 3. Löschgruppe angehören, beschließt man auf der Jahreshauptversammlung am 5. Januar für 1979 keine Anwärter mehr aufzunehmen.
Kurz hintereinander muß die Löschgruppe Hoser fünf mal zur selben Einsatzstelle an der Brasselstraße ausrücken, weil jedesmal aus ungeklärten Gründen ein Feuer in einem Wohnhaus ausgebrochen ist.
Franz Benden gibt seinen Rücktritt als Löschgruppenführer zum 31. Dezember bekannt. Daraufhin schlägt eine außerordentliche Versammlung der Löschgruppe am 13. Dezember dem Wehrführer vor, Hans-Jürgen Bosch als Löschgruppenführer und Hans Holtschoppen als Stellvertreter zunächst für ein Jahr kommissarisch zu bestellen. Beide Bestellungen spricht der Wehrführer zum 1. Januar 1980 aus.

1980
Am 11. Januar findet erstmals seit 1962 die Jahreshauptversammlung der 3. Löschgruppe wieder in der Gaststätte Schlömer statt.
Im Verlauf dieser Versammlung kommt es zu heftigen Diskussionen über verschiedene Angelegenheiten der Feuerwehr allgemein und der 3. Löschgruppe im Besonderen. Man kommt aber in keiner Hinsicht auf ein Ergebnis, und so teilt der kom. Löschgruppenführer Hans-Jürgen Bosch mit, für die restlichen Angelegenheiten einen neuen Versammlungstermin im Laufe des Jahres anzusetzen.
Am 12. Juni wird die Jahreshauptversammlung in der Feuerwache Rektoratstraße fortgesetzt. Hier werden zwei neue Mitglieder in die 3. Löschgruppe aufgenommen. Die Gaststätte Schlömer wird einstimmig zum neuen Vereinslokal gewählt.
Im August wird Heinz Böken König der Bruderschaft Oberbeberich. Der Chronist Udo Michels der 3. Löschgruppe vermerkt hierzu: "Es sei mir erlaubt, in diesem Jahresbericht zu erwähnen, daß sich im August 1980 die 3. Löschgruppe in eine 'adelige Feuer-Bekämpfungs-Kompagnie' verwandelte, da ein Mitglied der Löschgruppe in den Königsstand trat und seitdem den Titel 'Majestät Heinz, Papp der I.' trägt."
Helmer Schürkes wird neuer stellvertretender Löschzugführer. Da der Löschzugführer Kurt Stelten aus beruflichen Gründen beurlaubt ist, übernimmt Helmer Schürkes die Führung des Löschzuges in vollem Umfang.

1981
Am 9. Januar findet die Jahreshauptversammlung der Löschgruppe Hoser erstmals seit ihrer Gründung nicht im Vereinslokal, sondern in der Feuerwache Dülken statt. Noch bevor nach der Begrüßung die Tagesordnung angegangen werden kann, kommt es hierüber zu heftigen Diskussionen. Das Thema wird später unter dem Punkt Verschiedenes zugunsten des Stammlokals geklärt.
Auf der Generalversammlung der Gesamtwehr wird Peter van den Eertwegh zum neuen stellvertretenden Löschgruppenführer im Hoser ernannt, da Hans Holtschoppen das Amt niedergelegt hat.
Um, auch in Anbetracht der Schaulustigen, den Sirenenalarm zu verringern, werden die Feuerwehrmänner nach und nach mit kleinen Funkmeldeempfängern ausgerüstet, die sie stets mitführen.
Im Laufe des Jahres sterben alle drei Mitglieder der Ehrenabteilung der 3. Löschgruppe: Hans-Günter Krause, Johann Michels und mit Heinrich Spelters das letzte noch lebende Mitglied der "4 Spelters". Im Laufe des Jahres trat mit Heiner Böken der älteste der vier Söhne von Heinz Böken in die Feuerwehr ein. Damit begann eine neue Feuerwehrfamilie in der Löschgruppe Hoser.

1982
Peter van den Eertwegh wird auf der Jahreshauptversammlung am 15. Januar zum neuen Löschgruppenführer gewählt und am 26. März vom Wehrführer ernannt. Stellvertreter wird kom. Hans Holtschoppen.
Josef Viethen, Wirt des Vereinslokals Schlömer, wird zum Ehrenbrandmeister der 3. Löschgruppe ernannt.
Die Verwaltungskonferenz der Stadtverwaltung Viersen beschließt am 31. August, daß alle Feuerwehrmänner, ob Berufsfeuerwehrmann oder ehrenamtlicher Feuerwehrmann, das neu eingeführte Ärmelabzeichen "Freiwillige Feuerwehr Viersen" zu tragen haben.

1983
Am 18. März wird William Schrape auf der Generalversammlung der Gesamtwehr zum neuen stellvertretenden Löschgruppenführer ernannt.
Am 19. Juni erhält die Löschgruppe Hoser ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 16. Der Anschaffungspreis beträgt 260.182,62 DM. Das Fahrgestell kommt von der Fa. Daimler-Benz, der Aufbau stammt aus dem Hause Ziegler. Die feuerwehrtechnische Beladung wird erst ein Jahr später beschafft, und so muß "Porky II" zunächst mit alten Schläuchen und Armaturen bestückt werden. Das Vorgängerfahrzeug, "Porky I" aus dem Jahre 1965, erhält nach gründlicher Überarbeitung der Löschzug Boisheim.
In Verbindung mit Einsegnung und Übergabe des Fahrzeugs veranstaltet die 3. Löschgruppe einen Tag der offenen Tür am Gerätehaus. Der unerwartet starke Besuch aus der Bevölkerung und die gute Versorgung mit Speisen und Getränken lassen Volksfeststimmung aufkommen.
Die Unterkunft der ZS-Brandschutzfahrzeuge an der Ziegelbahn wird vom Land NW aufgegeben. Damit die Fahrzeuge nicht an andere Gemeinden abgegeben werden müssen, müssen sie in städt. Hallen untergestellt werden. Alle Fahrzeuge bleiben in Viersen, das der 3. Löschgruppe zugeteilte TLF 8 auf UNIMOG-Fahrgestell erhält einen Stellplatz im Gerätehaus Hoser am Lützenberg.